Was ist eine Stiftung?

Juristische Person für vom Stifter festgelegten Zweck ohne Mitglieder / Gesellschafter

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Die Stiftung verbindet Vorteile der natürlichen Person mit denen von Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften. Ihr Ziel ist die dauernde und nachhaltige Erfüllung des vom Stifter festgelegten Zwecks. Weiteres dazu in einem persönlichen Beratungsgespräch.

Wie entsteht eine Stiftung?

Stiftungsgeschäft und Anerkennung durch Stiftungsaufsicht

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Das in schriftlicher Form festzuhaltende Stiftungsgeschäft besteht aus der Satzung und der Widmung des durch den Stifter festgelegten Vermögens. Dieses ist der für die Anerkennung zuständigen Behörde (Stiftungsaufsicht) des Landes, in dem die Stiftung ihren Sitz haben soll, zur Anerkennung einzureichen. Weiteres dazu in einem persönlichen Beratungsgespräch.

Lässt sich das Stiftungsgeschäft widerrufen?

Ja, bis zur Anerkennung ist der Stifter zum Widerruf berechtigt

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Solange die Anerkennung des Stiftungsgeschäfts nicht erfolgt ist, kann der Stifter dieses widerrufen. Wenn der Anerkennungsprozess bereits läuft, ist der Widerruf gegenüber der Stiftungsaufsicht zu erklären. Der Erbe ist zum Widerruf in der Regel nicht berechtigt. Weiteres dazu in einem persönlichen Beratungsgespräch.

Muss die Stiftungsaufsicht jede Stiftung anerkennen?

Ja, wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, ist die Stiftung anzuerkennen

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Wenn das Stiftungsgeschäft den gesetzlichen Anforderungen entspricht, die dauernde und nachhaltige Erfüllung des Stiftungszwecks gesichert ist und die Stiftung das Gemeinwohl nicht gefährden wird, ist die Stiftung anzuerkennen. Weiteres dazu in einem persönlichen Beratungsgespräch.

Wann muss der Stifter das Vermögen auf die Stiftung übertragen?

Nach der Anerkennung durch die Stiftungsaufsicht

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Sobald die Stiftung durch die Stiftungsaufsicht anerkannt wurde, ist der Stifter verpflichtet, das der Stiftung gewidmete Vermögen auf diese zu übertragen. Weiteres dazu in einem persönlichen Beratungsgespräch.

Muss die Stiftung in ein Register eingetragen werden?

Ja, nach der Anerkennung ist die Stiftung zur Eintragung im Register anzumelden

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Stiftungen mit Sitz im Land Berlin werden aktuell im Stiftungsverzeichnis aufgeführt. Das (neue) bundesweite Stiftungsregister startet zum 1. Januar 2026. Vor diesem Stichtag entstandene Stiftungen haben sich bis spätestens 31. Dezember 2026 zur Eintragung in das Stiftungsregister anzumelden. Weiteres dazu in einem persönlichen Beratungsgespräch.

Welche Gremien braucht eine Stiftung?

Gesetzlich ist nur der Vorstand vorgeschrieben. Dieser muss aus mindestens einer Person bestehen.

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Die Stiftung benötigt einen Vorstand mit mindestens einer Person. Es dürfen aber weitere Gremien eingesetzt werden. Sowohl diese als auch der Vorstand können aus mehreren Personen bestehen. Je nach Stifterwille und Satzungszweck sind weitere Gremien sehr zu empfehlen.  

Weiteres dazu in einem persönlichen Beratungsgespräch. 

Muss sich die Stiftungsaufsicht nach dem Willen des Stifters richten?

Ja, die Stiftungsaufsicht hat bei der Aufsicht den Willen des Stifters zu beachten.

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Nach der Anerkennung durch die staatliche Aufsicht ist der vom Stifter bei der Gründung zum Ausdruck gebrachte Wille zu beachten. Sollte dieser für Einzelfragen nicht erkennbar zum Ausdruck gebracht worden sein, ist der mutmaßliche Wille zu beachten. Weiteres dazu in einem persönlichen Beratungsgespräch.

Wie lange muss eine Verbrauchsstiftung bestehen?

Die mindestens zu erfüllende Laufzeit der Verbrauchsstiftung beträgt 10 Jahre

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Damit die Verbrauchsstiftung die für die Anerkennung notwendige dauernde Erfüllung des Stiftungszwecks erfüllt, muss die in der Satzung bestimmt Zeit mindestens 10 Jahre betragen. Weiteres dazu in einem persönlichen Beratungsgespräch.

Was ist die älteste deutsche Stiftung?

Die Hospitalstiftung Wemding aus dem Jahr 917

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Das im Jahre 917 von der Edelfrau von Winpurk ins Leben gerufene "Hospitium für Arme und Reisende" ist die wohl älteste deutsche Stiftung nach heutigem Verständnis. Seit über 1.100 Jahren trotzt die Stiftung allen politischen uns gesellschaftlichen Unwägbarkeiten.  Heute ist das Spital ein Wohnkomplex mit altersgerechten Wohnungen.

Was ist die bekannteste deutsche Stiftung?

Die gemeinnützige Verbraucherorganisation Stiftung Warentest

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Die Stiftung Warentest wurde am 4. Dezember 1964 durch die Bundesrepublik Deutschland als selbstständige rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Ihre Mitarbeiter untersuchen und vergleichen Waren und Dienstleistungen verschiedener Anbieter.

Dürfen auch andere Rechtsformen den Namen Stiftung tragen?

Ja, ein prominentes Beispiel dafür ist der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.

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Neben Vereinen nutzen auch Kapitalgesellschaften wie beispielsweise die Robert Bosch Stiftung GmbH den Namen. Der Name Stiftung ist nämlich nicht nur den staatlich genehmigten rechtsfähigen Stiftungen vorenthalten. Wenn das Wesen und der Zweck der Organisation mit dem einer Stiftung übereinstimmt, ist die Aufnahme des Wortes "Stiftung" in den Organisationsnamen zulässig.

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